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Wie der Verein entstand
Die Initiative zur Gründung des Vereins kam von Marianne S. Rudolf,
der heutigen Vereinsvorsitzenden und Hauptverantwortlichen für Arbeit
und Organisation. Von 1983 bis 1994 war Marianne S. Rudolf für verschiedene
Hilfsorganisationen als Projektadministratorin in mehreren Ländern
Afrikas tätig unter anderem 1994 für eine Nichtregierungsorganisation
in Mosambik.
Im Juli 1994 hatte sie in Maputo/Mosambik einen Unfall. Der sie mit nur
46 Jahren zur Frührentnerin machte. In den tropischen Ländern
konnte sie nicht mehr arbeiten, für den deutschen Arbeitsmarkt hielt
man sie für zu alt. Sie übernahm Ehrenämter, widmete sich
ihren Hobbies, doch das befriedigte sie nicht. Es bedrückte sie,
dass Freunde und Bekannte in Afrika aus Mangel an Medikamenten an der
Immunschwäche AIDS starben und sie selbst ihnen die unerschwinglich
teure Medizin auch nicht kaufen konnte. „Menschen im besten Alter
starben einfach von ihren Kindern weg! Ich fühlte mich so ohnmächtig
und hilflos - ich musste etwas tun!“
Im Juli 2002 konnte Marianne Rudolf an der Welt-AIDS-Konferenz in Barcelona
teilnehmen. Dort lernte sie die Mitarbeiterin einer französischen
Organisation kennen, die Patenschaften für AIDS-Waisen in Afrika
vermittelte. Nach vielen Gesprächen mit dieser Mitarbeiterin reifte
in ihr der Entschluss, in Deutschland eine ähnliche Organisation
zu gründen.
Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember 2003 erschien im „Schwäbischen
Tagblatt“ in ihrem Wohnort Tübingen, ein Artikel über
sie und ihr Vorhaben. Daraufhin meldeten sich über 40 Personen die
eine Patenschaft übernehmen wollten, darunter waren auch die drei
Mitstreiterinnen, die ihr zur Vereinsbildung noch fehlten.
Im Januar 2004 konnte sie endlich zusammen mit sechs Frauen den Verein „AIDS-Waisen
International“ gründen und eintragen lassen.
(Stand Juni 2008)
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