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Lebenserwartung im südlichen Afrika auf 30-Jahres-Tief

Auf Grund der grassierenden AIDS-Pandemie ist die Lebenserwartung von Erwachsenen im südlichen Afrika wieder niedriger als vor 30 Jahren. Das geht aus dem Jahresbericht der Weltgesundheits-Organisation WHO hervor.
Insgesamt allerdings sei die durchschnittliche Lebenserwartung binnen eines halben Jahrhunderts um fast 20 Jahre auf jetzt 65,2 Jahre gestiegen.
Unter den weltweit 57 Millionen frühzeitigen Todesfällen des Jahres 2002 seien 10,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren gewesen, hält die WHO fest. Davon entfielen 98 Prozent auf die Entwicklungsländer.
In weltweiter Perspektive ging die Kindersterblichkeit jedoch dem Bericht zufolge zurück. Im Jahr 1970 seien noch 17 Millionen Mädchen und Jungen mit unter fünf Jahren gestorben. In 14 afrikanischen Ländern liegt die Kindersterblichkeit laut WHO höher als noch im Jahr 1990.
Im westafrikanischen Sierra Leone sterbe fast jedes dritte Kind vor Erreichen des sechsten Lebensjahres. Dort werde ein Baby, das derzeit geboren werde, statistisch nicht älter als 36 Jahre alt werden.
Ein japanisches Neugeborenes werde jedoch statistisch gesehen 85 Jahre leben.
Für Simbabwe errechnet die WHO derzeit eine durchschnittliche Lebenserwartung von 37,9 Jahren, für die Schweiz 80,6 und für Frankreich 79,7 Jahre.

(WHO-Bericht, Quelle: 3Sat, nano vom 18.12.2003 nano online / kna)

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